The Bureau of unclassified Sounds: MagnetoPhonie | consord: PROLOG

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SO, 7. JUN 2026, 17:00 Uhr   

Ausstellungshalle sowie Halle B (Titanick-Halle) am Hawerkamp 31, 48155 Münster | Eintritt nach Selbsteinschätzung


Die Klang-Installation MagnetoPhonie des belgisch-deutschen Künstler-Duos The Bureau of unclassified Sounds spielt mit dem historischen Medium Tonband, das seit den fünfziger Jahren verstärkt als musikalischer Kontrapunkt in die Avantgarde-Musik Einzug hielt, so auch später in Hans Werner Henzes „Prison Song“. Dennoch ist MagnetoPhonie mehr als eine Hommage an die Pionier:innen der elektronischen Musik wie Pierre Schaeffer, Karlheinz Stockhausen oder Éliane Radigue. 

MagnetoPhonie beginnt mit einer Performance, die einem Orchester aus analogen Tonbandgeräten, digitalen Delay-Modulen und Echo-Loopern Klänge zuführt. Die so aufgezeichneten Klänge werden im weiteren Verlauf Zeitdehnung, Vervielfältigung, klanglichen Artefakten, Ausblendungen und Tonhöhenverschiebungen unterworfen; dabei entstehen Klanglandschaften zwischen Traumsequenzen und Reminiszenzen, die sich über den gesamten Zeitraum der Installation verändern. 

Diese interaktive Komposition, die von einem Softwarealgorithmus und sensorischen Eingaben gesteuert wird, erweitert die Praxis der Kombination von Live Musik und physischen Maschinen mit digitalen Modulen und Elektronik und bezieht auch die Maschinenklänge sowie Aktionen des Publikums als Kompositionselement mit ein.

Konzept und Installation: Philippe Druez
Performance und Musikbeiträge: Heide Bertram 

Ausstellungshalle am Hawerkamp 31

Beginn: 17 Uhr


Im Jahr 2026 jährt sich der Geburtstag von Hans Werner Henze (1926–2012), einem der international bedeutendsten deutschen Komponisten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, zum 100. Mal. Dieses Jubiläum bietet den Anlass für eine Konzertreihe, die sein vielschichtiges Werk würdigt und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich macht. Das Münsteraner Ensemble consord, das in diesem Jahr selbst sein zehnjähriges Bestehen feiert, macht mit PROLOG einen Aufschlag zum kommenden HENZE 100 Festival, das im September startet.

Im Mittelpunkt dieses Konzertprogramms stehen zwei prägnante Kompositionen von Hans Werner Henze, die seine stilistische Bandbreite und sein politisches Bewusstsein eindrucksvoll widerspiegeln. Das Programm schafft einen Dialog zwischen Henzes Werk für Blechquintett und einem ähnlich besetzten Werk des Hans Werner Henze-Preisträgers Enno Poppe. Den musikalischen Abschluss bildet ein Werk von Peter Eötvös, der in dieser Komposition die spezifischen Eigenschaften und das enorme Potenzial von Blechblasinstrumenten erkundet. 

Darüber hinaus gibt es ein Künstler-Gespräch mit Festival-Leiter Michael Walter und Gästen, bei dem auch Fragen aus dem Publikum willkommen sind.

Programm:

  • Hans Werner Henze: Fragmente aus einer Show (1971; aus: Der langwierige Weg in die Wohnung der Natascha Ungeheuer), Sätze für Blechquintett
  • Enno Poppe: Zug (2008) für 2 Hörner, 2 Trompeten, 2 Posaunen und Tuba
  • Hans Werner Henze: Prison Song für einen Schlagzeuger und Zuspielband (1971)
  • Peter Eötvös: Brass – The Metal Space (1990) für 2 Hörner, 2 Trompeten, 2 Posaunen,
    Tuba und 2 Schlagwerke

Norbert Fabritius, Trompete | Christian Sharpe, Trompete | Shawn Grocott, Posaune | Karsten Süßmilch, Posaune | N.N., Horn | N.N., Horn | Jan Termath, Tuba | Gereon Voß, Perkussion

Halle B (Titanick-Halle) am Hawerkamp 31, 48155 Münster 

Beginn: 18 Uhr  


In Kooperation mit der GNM Münster e.V.

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