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Es ist die zentrale Aufgabe aktueller Musik, ungeahnte musikalische Wege zu entdecken und zu beschreiten. Dies gilt heute umso mehr, wo sich viele für unverrückbar gehaltene Sachverhalte plötzlich vollkommen verändert darstellen.

Die KLANGZEIT__WERKSTATT 2022: NEULAND setzt den Weg unseres 2021er-Jahrgangs fort und arbeitet weiter an adäquaten ästhetischen Ansätzen.

Aber auch die Musik von heute tut gut daran, immer wieder mal innezuhalten und zurückzublicken. Ohne Reflexion und (musik)geschichtliches Bewusstsein ist die Gefahr groß, im innovativen Überschwang in künstlerischen Sackgassen zu landen.

Neben aktuellen Kompositionen und Uraufführungen von Bijan Tavili, Enver Yalçin Özdiker, Maurício de Bonis und Krystoffer Dreps integrieren wir daher auch Pioniere der neuen Musik in unsere Konzertprogramme – in diesem Jahr Referenzwerke der kürzlich verstorbenen Komponisten Frederic Rzewski und George Crumb, die für die Arbeit der Musikhochschule von großer Bedeutung waren und sind.

Zusammen mit unseren internationalen Gästen freuen sich unsere Studierende und Dozent:innen auf Gespräche, Workshops und Konzerte, die wie gewohnt überraschen werden.


KLANGZEIT__WERKSTATT 2022: NEULAND ist ein Kooperationsprojekt der Musikhochschule Münster mit der Gesellschaft für Neue Musik Münster e.V.


Künstlerische und organisatorische Leitung:

Prof. Stephan Froleyks, Anja Gaettens, Deborah Rawlings, Bijan Tavili und Gereon Voß

Kontakt: dekan.mhs@uni-muenster.de

 

Stationen V – Logo

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SO, 1. MAI 2022, 17:00 Uhr   

Musikhochschule Münster, Ludgeriplatz 1 | 10/5 €


Renate Fuhrmann: Rezitation

Sidney Jaffe, Shiau-Shiuan Hung, Felix Feßke, Steffen Thormählen, Themistoklis Kandelapas, Yukinobu Ishikawa: Schlagzeug

Koordination Schlagzeug-Ensemble: Rie Watanabe

Schulprojekt: Johanna Daske, Hanna Fink

Mit einer Uraufführung von Oxana Omelchuk


Das Bedingungslose Grundeinkommen galt als politisch tot, bis die Pandemie aufzeigte, welche Untiefen und Verwerfungen den bundesdeutschen Sozialstaat prägen. Seither fristet es im politischen Diskurs ein thematisches Guerilla-Dasein. Es gibt auch eine ästhetische Seite des Themas: Künstlerinnen und Künstler haben in ihren Werken seit dem 20. Jahrhundert Ideen zur Zukunft der Arbeit, zur sozialen Gerechtigkeit und zu einem Grundeinkommen reflektiert und weiterentwickelt. Und Soziologen und Philosophen diskutieren die Auswirkungen eines Bedingungslosen Grundeinkommens auf die Gesellschaft und ihre Kultur.

Eine Rezitatorin und sechs Schlagzeuger führen in einem Programm durch musikalische, soziologische, philosophische und märchenhafte Auseinandersetzungen mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen. Die Rezitatorin Renate Fuhrmann und Perkussionisten aus den Gesellschaften für Neue Musik in Nordrhein-Westfalen bringen die anregende Parforce im Oktober und November 2021 nach Bielefeld, Münster, Dortmund, Essen, Köln und Aachen. Sie interpretieren Dieter Schnebel, Howard Skempton, Louis Andriessen und Jessie Marino.

Höhepunkt des Programms ist die Uraufführung eines neuen Werks von Oxana Omelchuk für sechs Schlagzeuger. Renate Fuhrmann geleitet mit ihren Rezitationen durch die philosophischen, soziologischen, lyrischen und märchenhaften Anverwandlungen des Guerilla-Themas, das aus dem Kulturleben nie mehr verschwinden wird.

Die Gesellschaften für Neue Musik aus NRW arbeiten in einem Arbeitskreis des Landesmusikrats NRW zusammen, der die Konzertreihe veranstaltet. Sie stellen in ihren Städten den Konzerten Schulklassenbesuche voran und entwickeln dazu ein Schulheft, das in Thematik und Kompositionen anschaulich einführt. 

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Alle Konzerttermine in NRW:

Di. 26.04.22, 19:30 Uhr | Dortmund, Heliand Kirche
Mi. 27.04.22, 20:00 Uhr | Köln, Alte Feuerwache
Do. 28.04.22, 19:30 Uhr | Essen, Weststadthalle
Fr. 29.04.22, 19:30 Uhr | Detmold, Hangar 21
So. 01.05.22, 17:00 Uhr | Münster, Musikhochschule
Mi. 04.05.22, 20:30 Uhr | Bielefeld, Bunker Ulmenwall
Sa. 07.05.22, 20:00 Uhr | Aachen, Klangbrücke


Konzertreihe des Landesmusikrats NRW in Bielefeld, Münster, Dortmund, Essen, Köln und Aachen April–Mai 2022. 

Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW.

 

Unter dem Titel „Bizarre Welten“ werden die beiden großen westfälischen Ensembles für Neue Musik – das Ensemble Horizonte aus Detmold und consord aus Münster – gemeinsam ein Konzert bestreiten.

Sonntag 20.09.2020, 19 Uhr

Halle B am Hawerkamp
Am Hawerkamp 31, 48155 Münster

Eintritt frei!

Einlass nur mit Reservierung unter: info@gnm-muenster.de

Programm:

consord:
Yannis Kyriakides (*1969): Oneiricon (2014) für Ensemble

Ensemble Horizonte:
Malia Kishino (* 1971): Aqua Vitae II (2010)
Miro Dobrowolny (* 1959): Aqua (2012)
Jörg-Peter Mittmann (* 1962): selbdritt (2008)
Federico Gardella (* 1979): Nebbiae
Joanna Wozny (* 1973): silben-meer-farben (2004)

consord und Ensemble Horizonte:
James Tenney (1934-2006): Form 3 (1993)

Seit 1990 widmet sich das Detmolder ENSEMBLE HORIZONTE in variabler Formation vom Duo bis zum 16-köpfigen Ensemble nicht nur aber vor allem der zeitgenössischen Musik. Wichtiger als jede stilistische Festlegung ist der Wunsch, durch programmatische Schwerpunktbildung neue Erlebnisperspektiven zu öffnen und Musik im Kontext unter- schiedlicher Kunst-Genres, Traditionen und Ideen ästhetisch greifbar zu machen. So kreisen die Programme des Ensembles um Motive wie Farben, Zeit, Mythen, die vier Elemen- te Wasser, Feuer, Luft und Erde, häufig auch um Werke eines Malers oder Dichters, um Architektur, Film, Tanz oder Schauspiel. Damit wenden sich die Musiker nicht nur an die eingeschworenen Kreise der Neuen Musik, sondern an ein breites Publikum ohne Scheu vor neuen Hörerlebnissen.

Das Ensemble arbeitet mit zahlreichen Gastkünstlern und Komponisten, mit verschiede- nen deutschen Bühnen, Rundfunkanstalten und Veranstaltern im In- und Ausland zusam- men. Auslandsgastspiele führten die Musiker zuletzt u.a. nach New York, Teheran, Baku, Stockholm und Lissabon. Weltweite Beachtung fand 2012 die Henze-CD „In lieblicher Bläue“, die in Koproduktion mit Radio Bremen und Wergo erschien. Gemeinsam mit dem Deutschlandfunk und Wergo entstand 2014 die Portrait-CD „Kontrapunkte“ mit Werken von Jörg-Peter Mittmann, unterstützt von der Kunststiftung NRW, die ab 2020 auch Auf- nahmen mit dem Label Dabringhaus & Grimm fördert. Das ENSEMBLE HORIZONTE ge- hört zur Gruppe der 27 deutschen Klangkörper, die in das aktuelle Orchester-Förderpro- gramm des Bundes aufgenommen wurden.

consord Hamm 24.11.2019 (c) Enrico Taubmann

consord Hamm 24.11.2019 (c) Enrico Taubmann

Das Münsteraner Ensemble consord hat sich seit 2016 mit aktuell 15 Mitgliedern (von 2006 bis dahin als Sextett unter dem Namen ensemble:hörsinn) als Ensemble für Neue Musik mit eigenen Konzerten, Workshops sowie durch Einladungen zu Festivals einen Namen machen können. Ein Schwerpunkt auf Blasinstrumente und jüngst die Erweiterung um Live-Elektronik und E-Gitarre machen das Ensemble einmalig in der Ensemble-Landschaft NRWs.

Ziel des Ensembles ist immer ein kammermusikalisches Zusammenspiel, auch in voller Besetzung. Daher werden auch häufig undirigierte Stücke aufs Programm gesetzt, oder es wird mit Dirigenten kooperiert, die dem Ensemble den entsprechenden Freiraum geben.

gefördert durch:

Fr, 25.09.20 um 20:00 Uhr

Theater im Pumpenhaus
Gartenstraße 123
48147 Münster

Einlass nur mit Reservierung!

Im Vorverkauf: 13,- Euro / 8,- Euro ermäßigt zzgl. Gebühr

Tickets:
https://www.localticketing.de/events/28873-gnm-prasentiert-resonanzen-des-sommers

Wenn das Wort „Nachwuchs“ fällt, denkt nicht jeder gleich an Könnerschaft. Zeit, den Horizont zu öffnen! Das Kölner Studio musikFabrik beweist mit seinen Konzerten regelmäßig, dass Jugend keinen Bonus braucht. Mag am Konzept liegen. Denn der Elite-Nachwuchs – Musiker zwischen 14 und 21, die erfolgreich an Wettbewerben teilgenommen oder schon Kammmermusik-Erfahrung auf hohem Niveau haben – spielt und lernt hier angedockt ans Profi-Ensemble. Und es liegt sicher am Leiter. Peter Veale, gebürtiger Neuseeländer, ist nicht nur eine Koryphäe an der Oboe. Sondern auch ein exzellenter Lehrer. Jetzt kommt Studio musikFabrik – international zwischen Bangkok, Chicago und Havanna unterwegs – zum Gastspiel ins Pumpenhaus. RESONANZEN DES SOMMERS verspricht Neue Musik vom Feinsten: Mit Werken von George Crumb („Music for a summer evening“), Sofia Gubaidulina („Lied ohne Worte“), oder Malika Kishino („Vagues Des Passions“). Ein Konzert von Könnern – für alle offenen Ohren.

gefördert durch:

Hand Werk

Sa, 26.09.20 um 20:00 Uhr

Theater im Pumpenhaus
Gartenstraße 123
48147 Münster

Einlass nur mit Reservierung!

Im Vorverkauf: 13,- Euro / 8,- Euro ermäßigt zzgl. Gebühr

Tickets:
https://www.localticketing.de/events/28874-gnm-prasentiert-inter

Hand Werk

hand werk (c) hand werk

Wirklich gute Musik ist mehr als Hörgenuss. Sie erschließt neue Perspektiven. Ein strahlendes Beispiel sind die Kompositionen der Vietnamesin Luong Hue-Trinh. Die wertet in ihrem jüngsten Werk unter anderem unseren Begriff von „Langeweile“ völlig um. Als erstrebenswerten Zustand nämlich, der uns das Gestern und Heute vergessen lässt – und sich als sprudelnder Quell der Phantasie erweist. Dafür fusioniert sie westliche und traditionelle vietnamesische Instrumente, Kammermusik und Videokunst. Beim Konzert INTER trifft Luong Hue-Trinhs neue Schöpfung nun auf die Arbeiten von Komponistinnen und Komponisten, die sich in Deutschland mit Musik und Medien auseinander setzen. Was äußerst produktive Begegnungen und Reibungen verspricht. Es spielt das Kölner Ensemble hand werk, das nicht nur mit höchster Sorgfalt und Qualität seinem Namen gerecht wird. Sondern auch ein Faible fürs Experiment pflegt. Mit selbstgebauten, ungewöhnlichen Instrumenten zum Beispiel. Auch hier gilt: Mehr als nur Hörgenuss…

Luong, Foto: Udo Siegfriedt

Foto: Udo Siegfriedt

gefördert durch:

Hyper Cut | Foto: Emmanuel Vion-Dury

So, 27.09.20 um 17:00 Uhr

Theater im Pumpenhaus

Gartenstraße 123
48147 Münster

Einlass nur mit Reservierung!

Im Vorverkauf: 13,- Euro / 8,- Euro ermäßigt zzgl. Gebühr

Tickets:
www.localticketing.de/events/28875-gnm-prasentiert-hyper-cut

Hyper Cut | Foto: Emmanuel Vion-Dury

hyper papier – © Emmanuel Vion-Dury

Wenn etwas die Gegenwart präzise versinnbildlicht, dann ist es der Cut. Der harte, unerwartete Schnitt. Die übergangslose Unterbrechung. Genau dieses Gefühl übersetzt das Schweizer Hyper Duo auf der Bühne in Klang. Pianist Gilles Grimaître und Schlagzeuger Julien Mégroz – die beide aus der Romandie stammen – gelten schon lange als einer innovativsten Musikexporte der Schweiz. Begeisterte und nicht selten verblüffte Konzertbesucher dies- und jenseits der Alpen können das bestätigen. Solche, die zum Beispiel das Programm HYPER FUZZ erlebt haben – ein wahres Soundfest zwischen Trash-Groove und Kunstmusik. Den erfolgreich eingeschlagenen Weg führen Grimaître und Mégroz nun fort, erweitert allerdings um eine neue Dimension: Video. Mit Werken von Sarah Nemtsov oder Simon Steen-Andersen schafft das Hyper Duo (featuring Robert Torche) jetzt Audiovisionen von ungeahnter Wucht. HYPER CUT ist eine Musikperformance wie ein Faustschlag. Eine Ode an stolpernde Grooves. Und das Unvorhergesehene.

gefördert durch: